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Unterwegs kehrte er in einer
Herberge ein, um sich zu stärken. Der Wirt bot ihm nur eine kleine Mahlzeit an,
da er an der Läge des Bartes sah, dass Usui gefastet hatte, doch dieser bat um
ein großes normales Mahl. Die Tochter des Wirtes brachte sein Essen mit
verweintem Gesicht und einer dicken roten Backe, da sie starke Zahnschmerzen
plagten. Nachdem er um Erlaubnis gefragt hatte, ihr Gesicht zu berühren, legte
er seine Hände auf die Wangen des Mädchens. Nur wenige Minuten später ging
die Schwellung zurück und die Schmerzen ließen nach. Der Wirt war hoch erfreut
über dieses Wunder und erließ Usui die Kosten für die Mahlzeit.
Als Usui ins Zen-Kloster zurückkehrte, wurde ihm mitgeteilt, der Abt würde im
Sterben liegen. Usui legte dem Freund seine heilenden Hände auf und die
Schmerzen wurden gelindert. Am folgenden Tag verließ der Abt das Sterbelager
und war vollkommen geheilt. Nun wusste Usui, dass er die Gabe des Heilens besaß.
Usui und der Abt beschlossen, diese Kraft 'Reiki' zu nennen.
Nach einigen Wochen, die er im Kloster verbracht und dem Abt seine Erlebnisse
berichtet hatte, beschloss Usui, in die Slums von Kyoto zu gehen und dort die
Kranken zu heilen. Um von ihnen akzeptiert zu werden betätigte er sich dort als
Gemüsehändler. Er heilte viele Menschen von ihren Leiden. Alle jungen und
starken Menschen schickte er aus dem Elendsviertel, um sich Arbeit zu suchen.
Als sie dann jedoch nach einigen Jahren wiederkamen, um sich erneut von ihm
heilen zu lassen, fragte er, warum sie wieder zurück kamen. Er erfuhr, dass sie
ihr Leben nicht geändert hatten, da es einfacher war, so weiter zu leben, wie
zuvor.
Usui erkannte, dass er den Körper von Krankheitssymptomen heilen konnte,
jedoch für eine richtige Heilung auch Geist und Seele der Menschen geheilt
werden müssten. Dies veranlasste ihn, die Reiki-Lebensregeln aufzustellen.
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