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Durch weitere
Differenzierung entstand die Vielfalt der Strukturen (Formen), Materie (Gunas,
dazu gehört auch das Feinstoffliche, sowie psychische Qualitäten wie Rein und
Unrein; wir würden sagen Gut und Böse) und Bewegung (dazu gehören auch
psychische Bewegungsformen wie abstoßend und anziehend).
Die Kraft, welche
die Differenzierung hervorbrachte ist Shakti (myth. die Gemahlin Shivas, der
magische, schöpferische Aspekt). Shakti wird oft mit Kundalini gleichgesetzt (Kundalini-Shakti). In einer philosophischen Differenzierung ist jedoch Shakti
die spirituelle Kraft, mit einem kosmischen, unpersönlichen Willen, welcher ähnlich
einem Naturgesetz, die spirituelle Weiterentwicklung der Natur vorantreibt ( -
Karmagesetz, speziell die modernen evolutionären Interpretationen). Kundalini
ist gemäß dieser philosophischen Differenzierung das wahrgenommene Geschehen,
welches sich bei einem direkten Einwirken der Shakti im Zuge mystischer
Techniken manifestiert ( - Vibrationen, Wellen, Töne, Gefühlszustände etc.).
Erwachen der Kundalini
Es gibt beim
Kundaliniaufstieg einige Eigenheiten, die nur selten erwähnt werden, da sie den
meisten Menschen peinlich sind, oder die überhaupt nicht in einen Zusammenhang
mit der Kundalini gebracht werden. Das ist zum einen die Sexualität und zum
anderen die körperlichen Symptome, die auftreten können.
Ich schreibe hier
bewusst auftreten "können" da diese Begleiterscheinungen nicht
auftreten müssen.
Wie schon erwähnt, die Kundalini wird als eine spirituelle Kraft im Menschen
beschrieben, die jeder in sich trägt, symbolisch dargestellt in Form einer
Schlange, die am Ende der Wirbelsäule ruht. Diese Schlangenkraft kann spontan
erwachen, oder durch Meditationen oder Yogaübungen geweckt werden. Die
Schlangenkraft (Kunda = Schlange) steigt dann die Wirbelsäule empor und öffnet
und reinigt die Chakren und Energiekreisläufe im Körper. Energie strömt in
mich ein, durch mich hindurch - meine Weltsicht verändert sich. Plötzlich sind
viele Dinge ganz klar.
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